Die ersten Blätter fallen, die Rosen sind abgeblüht und selbst die Hortensien werden so langsam wintermüde. Es ist höchste Zeit, Ihren Garten winterfest zu machen. Die wichtigsten Tipps für einen winterfesten Garten hat das Online-Portal für Handwerksarbeiten im Eigenheim diybook.de zusammengefasst.

Im Gemüsebeet nicht mehr düngen

Besonders wichtig ist es jetzt, im Beet nicht mehr zu düngen. Der dadurch ausgelöste Wachstumsschub würde junge Pflanzenteile besonders frostanfällig machen.

Gartengeräte wegräumen, Schlauch entleeren

Auch die Gartengeräte sind durch Frost gefährdet. Bauen Sie den Rasensprenger ab und lagern sie ihn ein. Denken Sie auch daran, den Rasenmäher in die Garage zu fahren.

Entleeren Sie den Gartenschlauch und rollen Sie ihn ein. Vergessen Sie nicht, den Hahn zu entleeren und das Wasser für die Zapfstelle im Garten abzustellen.

Welche Pflanzen Sie extra schützen sollten

Damit Sie sich auch nächstes Jahr an Ihren Pflanzen erfreuen können, sollten Sie Jungbäume und immergrüne Gewächse, wie Buchsbaum, Lavendel oder Thymian, vor der Kälte schützen. Legen Sie einfach Reisig um den Stamm, um die Auswirkungen frostiger Nächte zu reduzieren.

Decken Sie bodennahe Gewächse mit einzelnen Zweigen ab. Um zu verhindern, dass Baumstämme durch eine starke Sonneneinstrahlung auf der einen und kalte Lufttemperaturen auf der anderen Seite Risse bekommen, können Sie diese mit reflektierender Kalkfarbe bestreichen.

Wann schneide ich meine Hortensie zurück?

Um zu bestimmen, wie, wann und ob Sie überhaupt Ihre Hortensie schneiden müssen, müssen Sie wissen, um welche Hortensienart es sich handelt.

Die meisten Hortensien-Arten müssen Sie nicht stark abschneiden. Im Gegenteil: Ein übermäßiger Schnitt hat sogar negative Auswirkungen auf die Blüte! Bei Bauernhortensien, Tellerhortensien und Kletterhortensien reicht es, wenn Sie im Frühjahr abgestorbene und erfrorene Triebe entfernen.

Die Rispen- und Ballenhortensie verträgt einen starken Rückschnitt vor dem Winter und belohnt dies mit einem buschigeren Wuchs und einer schönen Blütenpracht. Ebenfalls zurückschneiden sollte man die Waldhortensie (auch die beliebte Annabelle!) und die Eichenblättrige Hortensie.

Vereinfacht gilt diese Faustregel bei Hortensien: Spätblühende Arten können im Winter zurückgeschnitten werden, frühblühende sollten jedoch nicht zurückgeschnitten werden.

Weg mit dem Laub!

Nicht nur Ihre Bäume und Beete brauchen Ihre Pflege, sondern auch dem Rasen müssen Sie im Herbst noch einmal Aufmerksamkeit schenken. Beispielsweise sollten Sie das Laub regelmäßig beseitigen.

Das sieht nicht nur besser aus, sondern verhindert auch, dass sich die Blätter im Gras zersetzen und Sie Moos auf dem Rasen bekommen. Also weg mit den Blättern und am besten den Rasen noch einmal vertikutieren! Auch den restlichen Dünger können Sie hier verstreuen. So ist ein gesunder und gepflegter Wuchs im nächsten Frühjahr garantiert.

Wohin mit dem Laub?

Das Laub kann, muss aber nicht im Biomüll enden. Fein gehäckselt können Sie es noch als Mulch verwenden und so verhindern, dass sich Unkraut im Beet breit macht.

Doch auch wenn die Zeichen auf Frost stehen, ist noch nicht jedes Wachstum im Garten beendet. Sie können aus herumliegenden Zweigen und Laub dem Gemüse ein warmes Bett bauen. Ordnen Sie die Zweige zu einem länglichen Haufen an. Häufen Sie vom Laub darüber und beschweren Sie das Ganze mit der letzten Grasmahd.

Abgedeckt durch eine Schicht Kompost setzen diese Materialien bei ihrer Zersetzung bald Wärme frei, die es Gemüsearten, wie Karotten und Radieschen, ermöglicht, eine letzte Wachstumsphase einzulegen.

Mit so einem Hügelbeet müssen Sie selbst im Spätherbst nicht auf frisches Gemüse verzichten – und das aus garantiert biologischem Anbau!