Aus, Schluss und vorbei: Ist die zwölfmonatige Abrechnungsfrist für die Betriebskosten erst einmal  abgelaufen, dürfen Sie als Vermieter nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs Ihre Abrechnung nicht mehr zum Nachteil des Mieters verändern. Bis es allerdings so weit ist, können Sie Ihre Abrechnung noch nachbessern.

Wie lange Sie Ihre Abrechnung nach nachbessern können, hat bereits der Bundesgerichtshof entschieden (BGH, VIII ZR 190/06 als PDF). Die Abrechnung eines Vermieters endete zunächst mit einem Guthaben in Höhe von 208,73 Euro zu Gunsten des Mieters.

Als der Vermieter einen Fehler feststellte, korrigierte er seine Betriebskostenabrechnung einige Monate später. Der Haken an der Sache: Die Abrechnungsfrist zwar zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen..

Sie dürfen noch bis zum Ende der Abrechnungsfrist korrigieren

Die neue Abrechnung endete mit einer Nachforderung in Höhe von 115,06 Euro. Die musste der Mieter jedoch nicht zahlen. Ist die Abrechnungsfrist erst einmal abgelaufen, darf der Vermieter nichts mehr nachfordern.

Das gilt erst recht, wenn es um einen Betrag handelt, der das Ergebnis der vorherigen Abrechnung übersteigt.

Im Klartext heißt das: Weil der Vermieter zu spät dran war, musste er dem Mieter den ursprünglich (falsch) errechneten Guthabenbetrag aus der Betriebskostenabrechnung erstatten.

Abrechnungssicherheit läuft zu Lasten des Vermieters 

Der Deutsche Mieterbund frohlockt: „Das Urteil schafft für alle Beteiligten Klarheit und Sicherheit. Die zwölfmonatige Ausschlussfrist dient der Abrechnungssicherheit und soll Streit vermeiden helfen. Spätestens nach einem Jahr muss der Mieter wissen, ob er nachzahlen muss oder nicht!“