Die Berufsbezeichnung des Energieberaters ist gesetzlich nicht geschützt, informiert die Initiative Zukunft Altbau in einer Pressemitteilung.

Wie Sie den richtigen Energieberater auswählen 

Die Folge sei: Immobilieneigentümern werde so mancher Unsinn angeboten und dabei das Geld der Eigentümer nicht wirksam eingesetzt. Deshalb hat die Initiative mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Beratungsleitlinie verfasst, zu denen sich die Berater dieser Verbände verpflichten.

  • Zunächst sollte die Beratung ganzheitlich und branchenübergreifend sein“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau. „Da Häuser und Wohnungen komplexe Systeme darstellen, bei denen alles mit allem zusammenhängt, muss eine gute Sanierungsberatung von der Hülle über die Gebäudetechnik bis hin zum Einsatz erneuerbarer Energien jegliche Komponenten miteinbeziehen.“
  • Weiterhin sollte die Beratung neutral und vorhabensbezogen erfolgen. Angesichts der Vielzahl an Produkten und Baustoffen verpflichten sich die Berater, nur ökonomisch und ökologisch sinnvolle zu wählen.
  • Der dritte Punkt betrifft die technischen Vorgaben, die auf den Rahmenbedingungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beruhen. Energieberater sollen den Standard der Kf-Einzelmaßnahmen anstreben – oder sogar über ihn hinausgehen. Wer heute besser saniert, als aktuell vorgeschrieben, macht sein Gebäude zukunftsfähig. Damit erfüllt es auch bei künftigen gesetzlichen Verschärfungen die Anforderungen und erspart kostenintensive Nachbesserungen.
  • Mit der Leitlinie von Zukunft Altbau verpflichten sich die Energieberater außerdem, gängige Gesetze und Verordnungen einzuhalten und die Eigentümer über Kosten- und Einsparmöglichkeiten aufzuklären. Auch dies sollte selbstverständlich sein, ist aber heute nicht immer geltende Praxis, so die Initiative Zukunft Altbau.
  • Fünftens erklären sich die Berater dazu bereit, ihr Wissen zur Energieeffizienz und zu erneuerbaren Energieträgern durch Weiterbildungen stets aktuell zu halten.

Energieberatung: 8 Kooperationsverbände halten sich an die Leitlinie

Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hat mit 8 Kooperationspartnern eine Beratungsleitlinie entwickelt. Die Beratungsleitlinie ist seit April auf verfügbar.

Zu den Kooperationspartnern von Zukunft Altbau, die an der Erarbeitung der Beratungsleitlinie mitgewirkt haben, gehören:

– Die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen,

– die Architektenkammer Baden-Württemberg,

– der Baden-Württembergische Handwerkstag e.V.,

– das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.,

– Gebäudeenergieberater,

– Ingenieure,

Handwerker (GIH) e.V.,

– die Ingenieurkammer Baden-Württemberg,

– die Interessensgemeinschaft der regionalen Energieagenturen Baden-Württemberg und

– die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.