Jährlich entladen sich über Deutschland bis zu zwei Millionen Blitze. Die meisten bleiben harmlos – zum Glück! Doch wenn ein Blitz in ein Gebäude „einschlägt“, kann es zu enormen Schäden führen. Schon deswegen zahlt sich eine Blitzschutzanlage an der Immobilie aus.

 

Als Vermieter können Sie die Kosten für die Wartung einer Blitzschutzanlage nur auf den Mieter umlegen, wenn Sie dies ausdrücklich unter den „Sonstigen Betriebskosten“ in Ihrem Mietvertrag vereinbart haben. Dann zählen auch die Kosten für den TÜV dazu!

Unwetterschäden nehmen in Deutschland immer mehr zu. Allein durch Blitzeinschläge entstehen nach Angaben der Versicherer jährlich Schäden von über 300 Millionen Euro. Tendenz steigend.

Denn immer mehr Geräte im Haushalt sind mit sensibler Elektronik ausgestattet, die Spannungsschwankungen nicht verkraftet. Steffen Zwer von der Bausparkasse BHW empfiehlt deswegen Immobilienbesitzern, ihre Blitzschutzanlage nachzurüsten.

Ein wirksamer Blitzschutz setzt an zwei Stellen an: auf dem Dach und im Stromverteilungssystem. Bei einem direkten Einschlag bewahrt der äußere Blitzschutz das Haus vor einem Brand.

Eine Fangeinrichtung auf dem Dach nimmt Blitzströme auf und leitet sie über die Erdungsanlage in den Boden.

Genauso wichtig ist der innere Blitzschutz, der Spannungsspitzen im häuslichen Leitungsnetz unschädlich macht. Mancher Hausbesitzer erfährt leidvoll, dass der Blitz nicht mal direkt einschlagen muss, um Unheil anzurichten. Überspannung kann in einem Radius von bis zu zwei Kilometern um die Einschlagstelle elektrische Geräte beschädigen.

Für ein Einfamilienhaus betragen die Kosten für das äußere Blitzschutzsystem ab 3.000 Euro, für das innere circa 1.000 Euro„, sagt BHW Experte Zwer. Angesichts der Werte, die auf dem Spiel stehen können, ist das gut angelegtes Geld.