Angesichts der hohen Anzahl an Bränden in Deutschland sollten Immobilieneigentümer dem Brandschutz größere Aufmerksamkeit schenken. Experten des Bauherren-Schutzbundes e.V. raten dazu, schon beim Bau Vorsorge zu treffen. Gleiches gilt für Hauseigentümer, die modernisieren oder um- und ausbauen möchten.

Welche Brandschutzanforderungen Ihr Haus erfüllen muss 

In Gebäudeklasse 1 und 2 – dazu gehören in der Regel Ein- und Zweifamilienhäuser – werden zwar baurechtlich keine Anforderungen an Feuerwiderstände und Ausbildung der Fluchtwege gestellt. Dem Brandschutz gebührt trotzdem große Aufmerksamkeit. So ist eine feuerhemmende Bauweise der Wände empfehlenswert.

Kaminofen: Halten Sie den Mindestabstand ein 

Private Bauherren sollten zudem im Blick haben, dass beim Einbau von Kaminöfen sowie Geräten und Leitungen, an denen hohe Temperaturen erreicht werden können, Mindestabstände zu brennbaren Materialien eingehalten werden müssen.

Das gilt auch für Dunstabzugsrohre und Schornsteine, deren Materialwahl, Mindestabstände und Ausführung in der DIN 18160, den Bauordnungen und Feuerungsverordnungen der Länder geregelt sind.

Rauchmelder sind ein Muss, Feuerlöscher meist nur ein Kann 

Die BSB-Experten verweisen darauf, dass im Brandfall nur wenige Minuten Zeit bleiben, um bei ausreichenden Sicht- und Atembedingungen zu fliehen. Rauchmelder und Feuerlöscher können hier zum Lebensretter werden. Rauchmelder schlagen im Brandfall mit einem lauten Warnton Alarm. Ihr Einbau ist dringend empfehlenswert und bereits in den meisten Bundesländern bereits Pflicht.

Beim Kauf von Feuerlöschern ist der Rat eines Fachhändlers einzuholen und auf die angegebene Brandklasse zu achten. Wichtig ist die regelmäßige Wartung der Geräte durch einen Fachbetrieb.