Ein Grillfest in der Gartenlaube. Für viele Gartenbesitzer ein Traum, den sie sich gern verwirklichen wollen. Bevor Sie allerdings zu schnell in den Baumarkt oder zum Architekten laufen, sollten Sie erst einmal bei Ihrem örtlichen Bauamt anrufen. 

Ob vom Architekten individuell gebaut oder fertig gekauft: Das Gartenhaus im Garten ist in der Regel nämlich genehmigungspflichtig. Immobilieneigentümer sollten sich schon vor der Anschaffung bei der Baubehörde erkundigen, ob sie eine Genehmigung benötigen und wie die Chancen stehen, diese auch zu bekommen.  

Gartenhaus: Wann Sie eine Baugenehmigung brauchen

Sommerzeit ist Gartenzeit: Beete umgraben, Rasen mähen und die Terrasse reinigen. Die ganzen Arbeitsgeräte müssen natürlich auch irgendwo verstaut werden und was bietet sich dafür besser an als eine Gartenlaube.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Für ein Gartenhaus benötigen Sie meist eine Baugenehmigung, warnt die BHW-Bausparkasse in einer aktuellen Pressemitteilung.

Genehmigung fürs Gartenhaus: Je nach Bundesland unterschiedlich

Damit das öffentliche Baurecht den Traum vom Gartenhaus nicht gleich wieder zerstört, sollten Sie sich frühzeitig bei der Baubehörde erkundigen, ob Sie dafür eine Baugenehmigung benötigen. So lassen sich Unsicherheiten und Streit mit den Nachbarn von vornherein ausräumen.

Je nach Grundstücksbeschaffenheit und Größe des Gartenhauses gilt unterschiedliches Recht„, sagt Tim Rehkopf von der BHW Bausparkasse.

Gartenhaus: Es kommt auf die Größe und das Bundesland an

So sind beispielsweise in Bayern und Brandenburg Bauten bis zu einem Volumen von 75 Kubikmetern umbauten Raumes genehmigungsfrei. In Berlin sind zehn, in Niedersachsen 30 Raummeter als Obergrenze festgelegt.

Sobald Ihr Gartenhaus – je nach Bundesland – die Größe von 10 Quadratmetern beziehungsweise 30, 40 oder 75 Raummetern übersteigt, sollten Sie am besten gleich beim Verkäufer bzw. Planer nach den Bauantragsunterlagen fragen. Nehmen Sie den Prospekt bzw. Bauplan und marschieren Sie damit am besten direkt zur Baubehörde. 

Eingeschränkt werden diese Bestimmungen in den Bauordnungen zumeist noch dadurch, dass nur Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten genehmigungsfrei sind„, so Rehkopf. Bei größeren Projekten sollte man sich also von vornherein einen Bau-Experten an die Seite holen. 

Wer den Bauantrag stellen muss

Ohnehin dürfen in den meisten Bundesländern nur qualifizierte Personen Bauanträge unterschreiben, verbunden mit einer offiziellen Bauvorlageberechtigung.