93 Prozent der Befragten erwarten für die kommenden zwölf Monate eine bessere oder gleichbleibende Geschäftslage. Für 2018 erwartet der Hauptverband weiterhin ein Plus von 5,5 Prozent. Das ist unter anderem auf die gute Auftragslage zurückzuführen: Die Bauunternehmen meldeten für August im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Orderplus von nominal 4,6 Prozent, für den gesamten Zeitraum von Januar bis August ergibt sich ein Anstieg von 5,6 Prozent.

Die gute Entwicklung spiegelt sich allerdings nicht in dem vom Statistischen Bundesamt (Destatis) berechneten preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigten Auftragseingang wider: Er lag im August um 3,2 Prozent unter dem Vormonat. Dieser Rückgang ist das Ergebnis des mittlerweile erreichten hohen Auftragsniveaus. Im Dreimonatsvergleich (Juni bis August) sank das Volumen der Auftragseingänge Destatis zufolge gegenüber März bis Mai um 2,6 Prozent.

Um die Aufträge auch in Zukunft zeitnah abarbeiten zu können, planen die Unternehmen, mehr Beschäftigte einzustellen: Im Rahmen der DIHK-Umfrage gab jeder sechste Baubetrieb an, seinen Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten aufzustocken.

78 Prozent der Befragten wollen ihren Bestand halten und nur sechs Prozent planen eine Einschränkung. Dem Hauptverband zufolge soll die Marke von 800.000 im Jahr 2018 überschritten werden, das sind 100.000 Beschäftigte mehr als zum Ende der Baukrise 2006.

Neben der Aufstockung des Personals planen die Bauunternehmen in den kommenden zwölf Monaten mehr Investitionen. Das gab jedes fünfte Unternehmen an. Nur jedes zehnte Unternehmen will die Investitionen einschränken.