Der „Immobilienschuldner“ liegt in Deutschland mit 36 Prozent auf Platz zwei, nach dem „Schuldenvermeider“ . Damit ist der Anteil seit 2015 noch einmal um zehn Prozentpunkte angestiegen. Grund sind laut EOS die stabilen wirtschaftlichen Umstände und das aktuell günstige Zinsniveau. Verglichen wurde die Schuldnermentalität von Deutschen, US-Amerikanern und Russen.

„Im Unterschied zu den US-Amerikanern sind wir hierzulande jedoch zurückhaltender und wollen ungern weitere Kredite aufnehmen“, sagt Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe.

 

Die so genannten „Schuldenvermeider“ sind in allen drei Ländern in der relativen Mehrheit. Klare Unterschiede lassen sich nur auf den zweiten Plätzen erkennen.

In den USA liegen die so genannten „Sorglosen“, die mehrere Kredite zugleich bedienen, auf Platz zwei mit einem Anteil von 29 Prozent. Das ist ein Plus von neun Prozentpunkten seit 2015. Die „Schuldenvermeider“ machen 37 Prozent aus.

„Amerikaner haben ein starkes Vertrauen in den Kredit“, erklärt Professor Manfred Güllner, Gründer und Geschäftsführer von Forsa, die Hintergründe.

Gleichzeitig gibt es in den USA angesichts geringer staatlicher Absicherung im Gesundheitswesen und einem teilweise kostenpflichtigen Bildungssystem auch eine hohe Notwendigkeit, Schulden aufzunehmen.“

In Russland sind die „Gelegenheitsschuldner“ mit 27 Prozent am zweithäufigsten. Dieser Typus empfindet Schulden als emotional belastend, ist aber bereit, in Notsituationen Ratenkredite aufzunehmen.

Der Immobilienkredit spielt in Russland traditionell mangels Wohneigentum nur eine untergeordnete Rolle.

Quelle: EOS/Forsa