„Die Immobilienbranche ist immer auf der Suche nach guten Mitarbeitern“, berichtete Michael Greis von IC Property Management. Die Chancen seien auch für Berufsanfänger gut. Der viel zitierte War for talents offeriere Berufsanfängern jedoch keine Wunschliste mit Jobs, aus der man nur noch wählen müsste. Empfehlenswert sei es vielmehr, schon während des Studiums Praxiserfahrung im Rahmen von Praktika zu sammeln.

Dieser Aussage stimmte auch Nicole Braun von Catella Real Estate zu. Zudem böten Praktika die Möglichkeit, herauszufinden, in welchem Bereich man letztlich tätig sein wolle.

Sabrina Eisenmann von Kaufland, Region Ost, absolvierte beispielsweise zunächst eine Ausbildung als Verwaltungswirtin, arbeitete in einem Bauamt und setzte später ein duales Studium mit dem Praxisteil bei einem Baukonzern auf. „An meiner Tätigkeit begeistert mich besonders die Eigenständigkeit und Verantwortung für die Projekte, die Abwechslung und der Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen“, sagte Eisenmann.

Patrick Kutzera von Corpus Sireo Real Estate ergänzte sein Architekturstudium durch ein berufsbegleitendes immobilienwirtschaftliches Studium. Die Praxiserfahrung sei von großer Bedeutung, so auch seine Erfahrung. 

„Die Digitalisierung spielt auch in der eher konservativen Immobilienwirtschaft eine zunehmend wichtigere Rolle“, ergänzte Frederik Raspé von Gewerbe-Quadrat.de. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und Blockchain seien gerade für Jüngere spannend. Den Unternehmen fehlten qualifizierte IT-Spezialisten. Raspé empfahl Berufseinsteigern, sich IT-Kenntnisse anzueignen.

Umgekehrt seien Immobilienspezialisten auch bei den etwa 200 PropTechs, die es aktuell in Deutschland gebe, gefragt, so Raspé. Dort gebe es zwar IT-Kenntnisse, aber häufig zu wenig Know-how im immobilienwirtschaftlichen Bereich.

Als weitere Empfehlung sprachen sich die Diskussionsteilnehmer für den Aufbau und die Pflege von Netzwerken aus.