Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ihre Konditionen für altersgerechte Umbauten verbessert.

Frei von Zinsrisiken renoviert, wer das Fördergeld mit einem Wohnriester-Bausparvertrag verbindet, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung der BHW- Bausparkasse.

Barrierefreiheit: Diese Maßnahmen werden gefördert

Auf die Fördertöpfe des Programms 159 können Modernisierer zugreifen, die beispielsweise Grundrissänderungen vornehmen oder Türen verbreitern.

Finanziert wird auch, wer Schwellen im Bad beseitigt. Außerdem muss das Bad mindestens 1,80 m x 2,20 m groß sein. Zusätzlich müssen folgende Bewegungsflächen eingehalten werden:

  • Vor den einzelnen Sanitärobjekten muss jeweils bezogen auf das Sanitärobjekt mittig eine Bewegungsfläche von mindestens 0,90 m Breite und 1,20 m Tiefe vorhanden sein, wobei sich die Bewegungsflächen überlagern dürfen.
  • Der Abstand zwischen den Sanitärobjekten oder zur seitlichen Wand muss mindestens 0,25 m betragen.
  • Vorkehrungen zur späteren Nachrüstung mit Sicherheitssystemen vorsehen.

Wie Ihr Bad nach dem Umbau aussehen sollte

Duschplätze müssen bodengleich ausgeführt werden. Ist dies baulich nicht möglich, darf das Niveau zum angrenzenden Bodenbereich nur um maximal 20 mm höher sein. Übergänge sollten vorzugsweise als geneigte Flächen ausgebildet sein.

Der Boden sollte mit rutschfesten oder rutschhemmenden Bodenbelägen versehen sein. Das Waschbecken muss mindestens 0,48 m tief und in der Höhe entsprechend dem Bedarf der Nutzer montiert sein. Außerdem muss Kniefreiraum vorhanden sein, so dass auch eine Nutzung im Sitzen möglich ist.

Altersgerechter Umbau: Welche Maßnahmen noch gefördert werden

Zu den geförderten Maßnahmen gehören auch die Zugangswege zum Gebäude, Rampen, Treppen (z. B. beidseitige Handläufe), Aufzüge, Haus- und Wohnungseingangstüren (Mindestdurchgangsbreite 90 cm und idealerweise stufen- und schwellenlos bzw. maximal 20 cm Niveauunterschied).

Auch der Umbau eines Freisitzes (Terrassen, Loggien, Balkone) wird gefördert. Diese müssen von der Wohnung aus schwellenlos begehbar sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, dürfen Schwellen maximal 20 mm hoch sein. Der Bodenbelag muss rutschfest sein.

Wie Sie an die Fördermittel kommen

Die KfW gewährt Kredite aus diesem Programm ausschließlich über Banken, Sparkassen und Versicherungen (im Folgenden: Finanzierungsinstitute), welche für die von ihnen durchgeleiteten Kredite der KfW die Haftung übernehmen.

Ihren Antrag müssen Sie deswegen schon vor Beginn des Vorhabens bei einem Finanzierungsinstitut Ihrer Wahl stellen.

Wann Ihre neue Haustür „bezuschusst“ wird

Neuerdings können mit dem Programm „Altersgerecht umbauen“ sogar Baumaßnahmen finanziert werden, die dem Einbruchschutz dienen.

Das fängt beim Einbau einer einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstür an. Diese muss der Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627 (auch ohne Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen an die umgebenden Wandbauteile) entsprechen.

Zudem muss ein U-Wert von maximal 1,3 W/(m²·K) erreicht werden, sofern es sich um Außentüren als Teil der thermischen Hülle des Gebäudes handelt.

Fenster, Rollläden, Videokamera: Hauptsache Einbruchsicher!

Doch auch wenn Sie Ihre Tür „einbruchsicher“ nachrüsten, winkt Ihnen ein Zuschuss. Beispielsweise für den Einbau von neuen Schlössern (z. B. Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel, Türzusatzschlösser, Kastenriegelschlösser) / Bandseitensicherungen der DIN 18104 Teil 1 oder 2 zum Einbruchschutz entsprechen.

Gleiches gilt für Fenster, wenn Sie z. B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, drehgehemmte Fenstergriffe oder Pilzkopfverriegelungen anbringen. Oder aber einbruchhemmende Gitter und Rollläden.

Sogar der Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen oder eine Gegensprechanlage mit Kamerasystem wird gefördert. Das gilt auch für Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser mit personalisierten Zutrittsrechten oder einen schlichten Türspion.

Staatliche Förderung in Kombination mit Wohnriester

Barrierefrei zu planen macht frühzeitig Sinn„, so Verena Wehage von der BHW Bausparkasse. Das Darlehen von der KfW hat eine maximale Zinsbindung von zehn Jahren. Nach dessen Ablauf wird der Zins an die dann marktüblichen Konditionen angepasst.

Wer aber frühzeitig einen Wohnriester-Bausparvertrag angelegt hat, leistet die Restzahlung zum vorher garantierten Darlehenszinssatz aus dem Bausparvertrag – ganz ohne Zinsrisiken.