Steuernachweis: Wertgutachten lohnt sich meist nicht


Theoretisch könnten Sie einen Sachverständigen damit beauftragen, den Wert der beweglichen Gegenstände zu ermitteln, um so die Grunderwerbsteuer zu drücken. Das Problem ist nur: Sie zahlen dafür vermutlich mehr, als Sie an Grunderwerbsteuer einsparen. Damit fällt diese Möglichkeit weg. Trotzdem sollten Sie die Flinte nicht vorschnell ins Korn werfen.


Ermitteln Sie den Wert über Vergleichsangebote


Geht es um eine Einbauküche, versuchen Sie bei verschiedenen Küchenhändlern herauszufinden, was eine neue Küche mit vergleichbarer Ausstattung kostet. Vielleicht können Sie vom vorherigen Eigentümer der Immobilie außerdem herausfinden, wie alt die übernommene Küche ist. Ähnliches gilt für Sauna, Markisen, Gartenhaus und Möbelstücke.


Suchen Sie Vergleichbares im Internet


Auch das Internet kann Ihnen dabei helfen, vergleichbares Inventar für Gebrauchtgegenstände mitsamt Wertansatz aufzufinden. Schon wenn Sie Stichwörter wie „gebrauchte Küche“, „gebrauchte Möbel“ oder „gebrauchte Markise“ eingeben, finden Sie das eine oder andere Kleinanzeigen- und Flohmarkt-Portal, auf dem Sie womöglich fündig werden.


Bitten Sie Gebrauchthändler um ein Angebot

 

Recht leicht haben Sie es bei Treppenliften. Denn es gibt viele Händler für gebrauchte Treppenlifte, die Ihnen auch für ein älteres Modell einer bestimmten Marke problemlos einen realistischen Marktpreis nennen können. Am besten tun Sie so, als wären Sie ein Kaufinteressent und lassen sich für ein vergleichbares Modell des entsprechenden Herstellers ein Angebot machen.


Reichen Sie eine komplette Liste aller Gegenstände ein


Wichtig ist außerdem, dem Finanzamt eine vollständige Liste mit allem zu liefern, was Sie genau aus dem Kaufpreis herausgerechnet haben wollen. Denn in den wenigsten Kaufverträgen sind die Gegenstände konkret aufgelistet. Allein für Küche, Gartenhaus und Sauna zusammen können Sie beim Finanzamt einen Abzug vom Kaufpreis geltend machen. .

 

Auch bekannte Markennamen helfen Ihnen womöglich dabei, das Finanzamt vom Wert der übernommenen Gegenstand zu überzeugen. Ebenso können Fotos hilfreich sein, mit denen Sie den Zustand und ggf. die Hochwertigkeit der betreffenden Möbel und Einrichtungsgegenstände dokumentieren.


Es gibt keine Erfolgsgarantie – aber gute Chancen


Natürlich gibt es keine Erfolgsgarantie, was den Kaufpreisabzug betrifft. Doch wenn es Ihnen gelingt, überzeugend darzulegen, warum der im Kaufvertrag ausgewiesene Wert nicht überzogen ist, dann werden Sie mit einer entsprechenden Steuerersparnis belohnt.