Die Innenstädte in Berlin (plus 0,5 Prozent auf 187,2 Punkte), Hamburg (plus 0,1 Prozent auf 186,1 Punkte) und München (plus 0,1 Prozent auf 177,3 Punkte) setzen laut JLL ihre Stagnationsphase aus dem zweiten Quartal fort. Neben Frankfurt zeigt unter den fünf von JLL untersuchten Immobilienhochburgen nur die Düsseldorfer Bankenlage einen (rein renditegetriebenen) Zuwachs im Index von mehr als zwei Prozent (2,6 Prozent). Der Indexstand von 149,3 Punkten bewegt sich allerdings weit unter den Werten der anderen Spitzenlagen.

Die Frankfurter Bankenlage punktet laut JLL mit einem Abbau des Leerstands von 6,9 Prozent auf aktuell 6,25 Prozent im Quartalsvergleich. Auch die Mieten sind gestiegen. Die Spitzenrendite ist unter den Top 5 am stärksten gefallen: von 3,5 Prozent Mitte des Jahres auf mittlerweile 3,25 Prozent. In den anderen vier untersuchten Städten könnte „die Schallmauer von drei Prozent noch in diesem Jahr unterboten werden“, sagt Ralf Kemper, Head of Valuation & Transaction Advisory JLL Germany und beruft sich dabei auf Aussagen der befragten Investoren.

„Hier gab es nicht genügend Transaktionen, bei denen die Investoren bereit gewesen waren, noch teurer einzukaufen“, so Kemper.

 

Die Plateaubildung in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München, die im zweiten Quartal eingesetzt hatte, erweist sich laut JLL als hartnäckig. Auch in der Boomphase 2007 sei die Frankfurter Bankenlage innerhalb von wenigen Quartalen an den anderen Märkten vorbei gezogen auf Platz eins mit einem Indexstand von 130,6 Punkten. Das Bestandsangebot in Frankfurts Bankenlage ist zwar heute historisch niedrig mit rund sechs Prozent, verglichen mit entsprechenden Lagen in München (ein Prozent) aber relativ hoch. Dabei sind nicht alle Flächen geeignet für Core-Investments. Doch Frankfurt hat laut JLL größte Potenzial, da bis 2022 mehr als 250.000 Quadratmeter neue Bürofläche auf den Markt kommen könnte.

„Das passt, denn der Brexit ist mittlerweile in Frankfurt mit einigen bereits vollzogenen Abschlüssen und zahlreiche Voranfragen internationaler Banken oder mit dem Finanzsektor verbundene Dienstleister angekommen“, so Kemper. Nicht ausgeschlossen sei also, dass sich ein Boom in Frankfurt wiederhole.