Toooooor!!!!! Hören Sie den Jubel vom Sportplatz nebenan? Nein? Das könnte demnächst anders werden, denn der Bundestag hat die Lärmschutzverordnung in Bezug auf Sportstätten geändert. Der  Bundesrat hat sie am 31.3.2017 durchgewunken. Na ja, jedenfalls fast.

 

Damit haben sich die Richtwerte für die abendlichen Ruhezeiten um fünf Dezibel erhöht, ebenso an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr. Sprich: Es darf ab sofort lauter gejubelt werden. Nur bei einem Punkt forderte der Bundesrat Nachbesserung.   

Lärmschutz: Bundesrat fordert Nachbesserung in den Nachstunden

Die Sportstätten-Lärmschutzverordnung (= SALVO) hatte bislang Grenzwerte festgelegt, die für manche Sportvereine angeblich einen normalen Spielbetrieb fast unmöglich machten. Wegen der geltenden Grenzwerte insbesondere an Sonntagen mussten die Vereine bislang ihren Spielbetrieb auf dem eigenen Platz teilweise stark zurückfahren.

So stark, dass sie an einem „Spielsonntag“ manchmal nur ein Spiel auf dem heimischen Platz durchführen konnten. Dabei waren auch Lautsprecherdurchsagen und laute Musik tabu.

Jetzt hat der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrats die Lärmschutzverordnung in Bezug auf Sportstätten (SALVA) geändert.

Na ja, jedenfalls fast: Der Bundesrat stellte seine Zustimmung unter die Bedingung, dass die Lärmschutzvorgaben in den Nachtstunden verschärft werden. Falls die die Bundesregierung diese Änderung übernimmt, kann sie die Verordnung veröffentlichen. Sie soll dann 3 Monate nach Verkündung in Kraft treten.

Lärmschutz bei Sportanlagen: Sonntags darf´s was lauter werden

Die Richtwerte für die abendlichen Ruhezeiten wurden um 5 Dezibel erhöht, ebenso an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr. Damit würden für diese Zeiten die gleichen Richtwerte wie bisher tagsüber außerhalb der Ruhezeiten gelten.

Darüber hinaus wurden die bisherigen Ruhezeiten zwischen 20 und 22 Uhr an die wochentags geltenden Werte von 55 Dezibel angepasst. Bisher lag der Grenzwert in den Ruhezeiten bei 50 Dezibel.

Unverändert sollen dagegen die morgendlichen Ruhezeiten bleiben.

Lärmschutz: Was für „alte Sportanlagen“ gilt

Weiterhin soll die Regelung für Sportanlagen, die vor 1991 genehmigt wurden oder die ohne Genehmigung errichtet werden konnten, konkretisiert werden. Dazu gehört eine Regelung, welche Umbauten oder Änderungen zulässig sind, damit die entsprechende Anlage weiterhin den „Altanlagenbonus“ nutzen kann, der eine Grenzwertüberschreitung erlaubt.