Lassen Sie Rauchwarnmelder-Prüfer nicht in die Wohnung

Es gibt viele Falschinformationen rund um die Rauchmelderpflicht. Das machen sich gewiefte Betrüger zunutze und nutzen das zu einem perfiden Trick: Vermeintliche Kontrolleure behaupten in Nordrhein-Westfalen, dass sie im Auftrag des Ordnungsamtes die Rauchmelder begutachten müssen.

Eine solche Prüfung wird durch die zuständigen Behörden in aller Regel nicht durchgeführt“, warnt Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland, in einer Pressemitteilung. „Mit der Behauptung, die Rauchmelder prüfen zu wollen, versuchen sich vielmehr Trickbetrüger Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Man sollte sie auf keinen Fall herein lassen.“

Von wegen Rauchmelder dürfen nur Fachleute montieren

Ein weiterer Trick laut Haus & Grund Rheinland: Verschiedentlich würden Firmen die Installation von Rauchwarnmeldern anbieten und dabei darauf verweisen, die Installation müsse durch einen Fachmann erfolgen.

Das ist Unsinn. Diese Leute wollen damit nur Geld machen“, warnt Peter Rasche. Der Vorsitzende von Haus & Grund Rheinland betont: „Jeder Eigentümer darf die Rauchmelder selbst anbringen, wenn er das möchte.“

Nachrüstpflicht für Rauchmelder läuft in Nordrhein-Westfalen und im Saarland am 31.12.2016 ab 

Bis zum 31.12.2016 müssen in Nordrhein-Westfalen und im Saarland alle Wohnungen und Einfamilienhäuser mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden. „Grundsätzlich genügt ein Rauchmelder pro Raum für die Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure, die als Rettungswege von Aufenthaltsräumen dienen“, sagt Peter Rasche.

Nur in sehr verwinkelten Räumen oder bei einer Fläche von mehr als 60 Quadratmetern seien weitere Rauchwarnmelder nötig. Das gelte auch für sehr lange Flure. Küchen, Bäder und Keller benötigen dagegen keine Rauchmelder.