Eine Wohngebäudeversicherung gehört zu den wichtigsten Policen des Haus- oder Wohnungseigentümers, wenn es um Sturmschäden geht. Starkregen-Geschädigte profitieren jetzt jedoch auch von einer guten Hausrat-, einer Elementarschaden- sowie einer Kfz-Versicherung . 

Doch nicht immer sind Regenwasser- und Sturmschäden automatisch mitversichert. Welche Risiken Ihre Wohngebäudeversicherung umfasst, finden Sie in Ihrem Versicherungsvertrag. Üblich ist, dass Feuer, Leitungswasser, Hagel und Sturm darin aufgenommen wurden. 

Der Versicherer zahlt dann beispielsweise für abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden am Haus durch umgefallene Bäume. Voraussetzung für einen Sturm ist allerdings, dass Windstärke 8 geherrscht hat.

Wichtig: Nebengebäude wie z.B. ein Gartenhaus, ein Carport oder eine Garage auf dem gleichen Grundstück sind nur mitversichert, sofern sie in der Police ausdrücklich vermerkt wurden.

Wie Ihnen eine Elementarschaden-Zusatzversicherung jetzt nützt

Drückt Wasser bei Starkregen trotz einer Rückstausicherung die Kanalisation hoch und wird der Keller deswegen überflutet, brauchen Sie eine Elementarschaden-Zusatzversicherung. Die wird meist nur ergänzend zur Gebäudeversicherung und zur Hausratversicherung angeboten und macht die Versicherung meist teurer. Deswegen haben viele Eigentümer darauf aus Kostenspargründen verzichtet.

Doch das könnte sich für viele geschädigte Eigentümer jetzt rächen!

Was Sie wissen müssen: Leider ist es nach einem Schadensfall so, dass Sie als Hausbesitzer mit einem solchen Schaden, oft den Vertrag gekündigt bekommen und keinen neuen Versicherung finden.

Ein nasses Sofa, ein kaputter Fernseher oder ein durchnässtes Bild: Alles, was sich im Haus befindet, aber nicht Teil des Hauses selbst ist, deckt die Hausratversicherung ab.

Allerdings: Schäden durch starke Regenfälle und über die Ufer tretende Bäche sind nur mitumfasst, wenn Ihre Hausratversicherung zusätzlich auch Elementarschäden umfasst.

Und selbst, wenn Sie eine Hausrat mit Elementarschutz haben: Aller Hausrat, den Sie z.B. in der Garage statt im Haus gelagert haben, ist oftmals nicht mitversichert – und Ihr neues Auto gehört ohnehin nicht zum Hausrat.

Was geschädigte Hausbesitzer jetzt tun sollten

Wichtig ist, dass Sie jetzt alles veranlassen müssen, damit das Ausmaß nicht noch größer wird. Trotz aller erlittenen Schäden trifft Sie als Hausbesitzer nämlich eine sogenannte Schadenminderungspflicht.

Das bedeutet, dass Sie beispielsweise zerbrochene Fenster abdichten müssen bzw. eine Notverglasung veranlassen müssen oder eine Plane übers offene Dach legen müssen, damit es nicht nochmals rein regnet. Halten Sie den Umfang der Schäden mit Foto- oder Filmaufnahmen fest.

Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich dem Versicherer.

Welche Versicherung für den vollgelaufenen Keller zahlt

Die Wohngebäudeversicherung kommt nur für Leitungswasserschäden auf. Läuft der Keller bei Starkregen oder Hochwasser voll, hilft Ihnen allenfalls die Elementarschadenversicherung, die Sie aber zusätzlich abgeschlossen haben müssen.

Die gibt es auch oft als Ergänzung zur Hausratversicherung, weswegen Sie nicht nur Ihren Wohngebäudeversicherungsvertrag genauer ins Visier nehmen sollten.

Wer zahlt den Schaden am Auto?

Sturm- und Hagelschäden übernimmt die Teilkaskoversicherung. Erfreulich: Die Versicherung wird nach einem Schaden nicht hochgestuft.

Auch bei Überschwemmungen ist das Auto versichert. Aber: Wer Überschwemmungsgebiete nach Aufforderung durch die Polizei nicht verlässt, handelt möglicherweise grob fahrlässig und bekommt den Schaden nur anteilig ersetzt.