Am Dienstag, dem 31.5.2016, sollte Ihre Steuererklärung idealerweise spätestens beim Finanzamt sein. Denn so will es die Abgabenordnung: Die Steuererklärung eines bestimmten Veranlagungszeitraums muss spätestens im Mai des Folgejahres beim Finanzamt sein.

Doch keine Panik, wenn Sie mit Ihren Unterlagen noch längst nicht soweit sind: Es gibt Auswege.

Beantragen Sie Fristverlängerung: Das geht ganz leicht

Sie können beim Finanzamt einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Das geht ganz leicht mit einem formlosen Brief. Maximal kann Ihnen die Abgabefrist bis zum 31.12.2016 verlängert werden.

Allerdings müssen Sie Ihren Wunsch nach einer Fristverlängerung auch begründen können. Als Vermieter lässt sich eine Fristverlängerung damit begründen, dass Ihnen beispielsweise bestimmte Unterlagen fehlen: Etwa die Betriebskostenabrechnung Ihrer Hausverwaltung, falls Sie Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind. Oder aber die Bestätigung Ihrer Gebäudeversicherung über die 2015 gezahlten Versicherungsbeiträge.

Fristverlängerung beantragen: Am besten Sie machen´s schriftlich

Am besten, Sie reichen Ihren Verlängerungsantrag schriftlich ein. Zwar akzeptieren manche Finanzämter auch einen Telefonanruf, aber womöglich geraten Sie dann in Erklärungsnöte.

Schreiben Sie Ihre Steuernummer und die Wörter „Antrag auf Fristverlängerung“ in den Betreff. So können Sie Ihren Brief dann formulieren:

Mit diesem Schreiben beantrage ich Fristverlängerung bis zum … Grund für diesen Antrag ist die noch fehlende Betriebskostenabrechnung meiner Hausverwaltung zu meinem Mietobjekt. Falls ich nichts mehr von Ihnen höre, gehe ich davon aus, dass die Fristverlängerung bewilligt wurde.“

Steuerberater eingeschaltet? Dann ist kein Antrag nötig

Einen Antrag zur Fristverlängerung können Sie sich sparen, wenn Sie Ihre Steuererklärung ohnehin vom Steuerberater anfertigen lassen. Damit verlängert sich Ihre Abgabefrist automatisch bis zum Jahresende.

Das Gleiche gilt, wenn stattdessen ein Lohnsteuerhilfeverein für Sie tätig wird. Auch dann müssen Sie Ihre Steuererklärung erst bis zum 31.12.2016 abgegeben haben.

Wichtig: Denken Sie daran, Ihre steuerlichen Unterlagen rechtzeitig Ihrem Steuerberater oder dem Lohnsteuerhilfeverein zu übergeben. Denn gerade zum Jahresende häuft sich dort die Arbeit, sodass dort meist die Devise gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Wer also seine Unterlagen erst Mitte Dezember zur Bearbeitung an den Steuerberater schickt, muss dann womöglich doch eine Verspätung in Kauf nehmen.