Ein Privathaushalt suchte über eine Agentur eine Putzhilfe. Die betreffende Person sollte alle 14 Tage kommen und jeweils 3 Stunden lang die Wohnung saubermachen.

Die Agentur verlangte dafür eine Grundgebühr von 25 EUR und eine laufende Abo-Gebühr von 17 EUR. Sie verpflichtete sich im Gegenzug, jederzeit kostenfrei eine neue Putzhilfe zu vermitteln, falls dies nötig würde.

Vermittlungsgebühr ist nicht steuerlich absetzbar 

1.096 EUR machte die private Arbeitgeberin für ihre Putzhilfe dann steuerlich geltend. Darin enthalten waren

– der Lohn (780 EUR),

– die Abgaben an die Minijob-Zentrale (114 EUR) und

– die Vermittlungsgebühr für die Agentur (204 EUR).

Doch das Finanzamt erkannte nicht den vollen Betrag an. Der Einspruch des Steuerzahlers gegen die Entscheidung blieb erfolglos. Deswegen wandte er sich an das zuständige Finanzgericht.

Nur den Lohn und den Beitrag an die Minijob-Zentrale dürfen Sie absetzen

Die Richter des Finanzgerichts Köln entschieden jedoch: Absetzbar sei zwar der Lohn und die Beiträge an die Minijob-Zentrale.

Allerdings zähle die Vermittlungsgebühr nicht mehr zu den haushaltsnahen Dienstleistungen und sei damit auch nicht steuerbegünstigt (FG Köln 21.10.2015, Az. 3 K 2253/13). Die Gebühr von 204 EUR, die der Steuerzahler an die Agentur bezahlt hatte, durfte er nicht als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen.

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse: Das sind die Regeln

Für Sie zur Erinnerung die Regeln, die für haushaltsnahe Dienstleistungen gelten. Anders als bei haushaltsnahen Handwerkerleistungen muss es sich um Arbeiten handeln, die normalerweise ein Haushaltsmitglied erbringen würde. Also Putzen, Kochen, Waschen, Rasenmähen, Heckenschneiden etc.

20 % der Kosten, maximal jedoch 510 EUR pro Jahr werden steuerlich anerkannt, das heißt, um diesen Betrag mindert sich Ihre zu zahlende Einkommensteuer.