Zwei Drittel der Energiekosten einer Immobilie entfallen auf das Heizen. Ist Ihre Heizungsanlage nicht gut eingestellt oder veraltet, benötigt sie deutlich mehr Brennstoff als eigentlich nötig – und Sie geben mehr Geld aus als Sie eigentlich müssten!

Wer jetzt die Heizungswartung und den Heizungscheck im Doppelpack durchführen lässt, spart Kosten und erhält eine eigene Förderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau empfiehlt in einer aktuellen Pressemitteilung, rechtzeitig einen Fachmann zu beauftragen.

Nutzen Sie den nächsten Wartungstermin für einen Heizungscheck 

Haben Immobilieneigentümer einen Heizungswartungsvertrag abgeschlossen, bietet es sich an, den Heizungscheck zusammen mit der Wartung durchzuführen. Denn so entfällt eine zweite Anfahrt und manche Schritte erübrigen sich für den Heizungscheck, da die bereits bei der Wartung erledigt werden.

Bis zu 15 Prozent der Betriebskosten können Sie so nach der technischen Prüfung sparen. 

Was bei der Heizungswartung passiert

Bei der Heizungswartung inspiziert ein Techniker alle Bestandteile der Anlage im Keller. „Dazu gehören unter anderem der Kessel, der Brenner, Verschleißteile wie Düsen und Filtereinsätze, die Heizungspumpe sowie die Regelung“, erläutert Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.

Ein regelmäßiges Reinigen und der Austausch von verschlissenen Komponenten erhalten die Sicherheit der Anlage und sichern einen effizienten Betrieb.“

Was ist der Heizungscheck?

Bei einem Heizungscheck wird im Gegensatz zur Wartung das gesamte Heizungssystem überprüft. „Eine zentrale Maßnahme ist der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage“, so Freier.  So bekommt jeder Heizkörper genau so viel Wärme, wie jeder Raum benötigt, um die gewählte Temperatur zu erhalten.

Dazu erstellt der Fachmann für jeden Raum eine Heizlastberechnung. In die Berechnung gehen Faktoren wie die Dämmung der Außenwand und des Daches sowie die Beschaffenheit der Fenster ein.

Daraus bestimmen sich die genaue Heizwassermenge für die Heizkörper der einzelnen Räume und der Druck der Heizungspumpe. Schließlich wird an jedem Heizkörper das Thermostatventil so eingestellt, dass die Heizwärme optimal verteilt wird.

Wann Sie Ihre Heizungspumpe austauschen sollten

Das Überprüfen der Heizungspumpe ist eine weitere Maßnahme. In die Jahre gekommene Heizungspumpen sollten unbedingt etwa nach zehn Jahren ausgetauscht werden, denn so können jährlich 120 bis 160 Euro gespart werden.

Die Heizungsregelung richtig einzustellen, gehört ebenfalls zum Heizungscheck. Der Zweck der Regelung ist, die Raumtemperatur während der Nutzungszeit möglichst energiesparend auf gleichbleibendem Niveau zu halten.

Dabei wird beispielsweise die aktuelle Raumtemperatur gemessen und mit einem gewählten Sollwert für die Räume verglichen.

Eine Nachtabsenkung per Regelung lohnt sich ebenfalls. Morgens stellt der Heizungsregler die Temperatur dann rechtzeitig wieder auf Normaltemperatur um.