Das Flensburger Projekt ist das einzige von 26 geförderten Projekten, das erforscht, wie die Ziele durch eine „Politik der Suffizienz“ erreicht werden können. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehe damit die politisch heikle Frage, wie Kommunalpolitik das Wohlergehen ihrer Bürger ermöglichen kann, ohne dafür immer weiter wachsen zu müssen, hieß es.

Der Professor für Transformationsdesign an der Uni Flensburg, Harald Welzer, sieht das als besondere Stärke des Projekts.

„Zukunft besteht im Moment hauptsächlich aus Schlagwörtern mit ’smart‘ davor: Smart City, Smart Meter oder Smart Grid. Aber für technikgetriebene Einsparungen durch mehr Effizienz muss man immer erst mal Aufwand treiben, also zum Beispiel neue Geräte installieren.“ Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign an der Uni Flensburg

Das für Flensburg bewilligte Vorhaben gehe einen anderen Weg. „Es untersucht Maßnahmen, die darauf zielen, zugleich den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen, und zwar nicht durch mehr Technik, sondern durch mehr Intelligenz.“