Wen der Mieter in seine Wohnung aufnehmen darf

Rechtlich ist es so: Der Mieter darf seinen Lebensgefährten ebenso wie nahe Angehörige mit in die Wohnung aufnehmen.

Das zählt noch nicht als unerlaubte Untermiete. Deswegen muss Ihr Mieter Sie auch vorher nicht um Erlaubnis fragen, ob sein Lebensgefährte mit einziehen darf. 

Allerdings muss er Ihnen mitteilen, dass und wen er in seine Wohnung aufnehmen will. Hat er das unterlassen und stellen Sie fest, dass Sie einen neuen Mitbewohner im Haus haben, können Sie den Mieter auffordern, Ihnen mitzuteilen, wen er da in seine Wohnung aufgenommen hat. 

Wie Sie aus einem Mitbewohner einen Mieter machen

Für Sie ist wichtig zu wissen: Allein durch den Einzug wird der Lebensgefährte Ihres Mieters nicht automatisch auch zu Ihrem Mieter.

Wenn Sie wollen, dass der neue Mitbewohner auch Mietzahler wird, müssen Sie ihn ausdrücklich als Mieter mit in den Mietvertrag aufnehmen.

Rechtlich bekommen Sie das mit einer Eintrittsvereinbarung hin, der jedoch alle Beteiligten zustimmen müssen: Also Sie als Vermieter, der/die bisherige Mieter/in und der/die neue Mitbewohner/in.

Zuzug Lebensgefährte: So wird aus dem Mitbewohner ein Mitzahler!

Für Sie als Vermieter hätte das den Vorteil, dass Sie einen zusätzlichen Mietschuldner hätten, an den Sie sich halten können, wenn es z. B. um die Miete oder die Betriebskostennachzahlung geht.

Allerdings können Sie weder Ihren Mieter noch den neuen Mitbewohner zwingen, in den Mietvertrag einzutreten!